Presse

Concerto Nr. 3 Juni/Juli 2012

Der umtriebige in Wien lebende Saxophonist Tom Mueller versammelte im Sommer 2011 seine Brüder im Geiste um sich und gründete die Band Hot BBQ. Das Ergebnis ist geradliniger groovender Souljazz im Stile der 60er und 70er mit einer ordentlichen Portion Boogaloo, angetrieben durch Geri Schullers markantes Orgelspiel.

11 der 12 Titel stammen von Tom Mueller selbst, und seine weiteren Mitstreiter sind Roland Stonek (Gitarre), Peter Strutzenberger (bass), Bernd T. Rommel (Schlagzeug) und Ewald Gaulhofer (Congas).  Hot Stuff!

tawo

 

Blues & Rhythm Nr 277 / March 2013

Tom Mueller´s Hot BBQ: It´s alright!

If horn fuelled Hammond organ sounds are your thing then this new CD should go a long way to satisfy the craving. It´s recorded in Vienna and I presume the principals are Austrian: Mueller features on tenor and baritone sax, Geri Shuller is the keyboard ace, with trumpet, guitar, bass, drums, and percussion. It´s an all instrumental set, much in the style of Bill Doggett or Jimmy Smith´s funkier efforts. All tunes are original, apart from that perennial chestnut, `Swanee River´.

The numbers that caught my ear were the Latin-tinged `A Place Called Cima, the r&b charger `Who´s First´, the Latin jazz number `Cloud No.9´, and `Get Me Some Soul´which needs no explanation from me. Recommended if organ and instrumental sets are your thing.

Phil Wight

 

 Mica Austria Di, 22.10.2013

Tom Mueller`s Hot BBQ feat. Geri Schuller – It`s Alright

Dass eine respektvolle Verbeugung vor der musikalischen Vergangenheit und Tradition nicht notwendigerweise immer altbacken und uninspiriert erklingen muss, sondern sehr wohl auch frisch, knackig  und modern, diesen Beweis liefern der Saxophonist Tom Mueller und seine Ensemble  Hot BBQ auf eine doch sehr eindrucksvolle und unterhaltsame Weise ab.“ It`s Alright“ (Styx Records), so der Titel des soeben erschienen Erstlingswerks der Wiener Formation, zeigt sich als ein sehr gelungener Versuch, den Souljazz des 50er und 60er Jahre neue Blüten treiben zu lassen. Was regiert sind unnachahmlicher Spielwitz, fesselnde Dynamik, zündende Ideen und eine aller Banalität ferne Gefälligkeit.

Es sind nicht das große ausufernde Experiment, das Beschreiten der avantgardistisch angehauchten Pfade oder der bewusste Bruch mit der Musikalität, dem sich Tom Mueller verschrieben hat. Auch scheint das Verlangen nach der kompletten Neuerfindung des Rades im musikalischen Sinne nicht unbedingt der Hauptantrieb seines künstlerischen Wirkens zu sein. Natürlich sind seine außergewöhnlichen instrumentalen Fähigkeiten und Qualitäten unbestritten, auch jene seiner Mitmusiker Roland Stonek (Gitarre), Bernd T. Rommel (Drums), Ewald Gaulhofer (Congas), Hannes Steif, Peter Strutzenberger (beide Bass), Thomas Goessinger (Trompete) sowie  Gery Schuller (Organ)sind auf dem allerhöchsten Niveau anzusiedeln, nur mit dem Unterschied, dass im Vergleich zu manch anderen Bands aus dem Bereich des Jazz dieser Umstand von den Beteiligten nicht hervorgekehrt oder in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt wird. Vielmehr verhält es sich so, dass sich die Musik des Wiener Saxophonisten und seines Ensembles als ein vielschichtiges, nuancenreiches und homogenes Ganzes erschließt, zum dem man schnell Zugang findet.

In weiter Distanz zu aller Kopflastigkeit haben die Nummern durch die Bank einen Flow, sie grooven und besitzen diese eigene Note, die zwar Erinnerungen an eine musikalisch vergangene Zeit hervorruft, die aber nicht das Gefühl entstehen lässt, dass es sich hier um einen einfachen Abklatsch eines bereits bekannten Repertoires handelt. Es ist vor allem der Sound des um Elemente des Blues erweiterten Souljazz der 50er und 60er Jahre in der Tradition solcher Ikonen wie Willis Jackson, Bill Doggett, Jack McDuff, Jimmy Smith aber auch The Mar Keys, der es dem Wiener Saxophonisten, der in der Vergangenheit unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit der britischen Bluessängerin Dana Gillespie auch international zu Bekanntheit gelangt ist, besonders angetan hat und den er wirklich mit Stil, Eleganz und viel Lässigkeit zu interpretieren weiß. Die aus den sehr lebendigen und spielfreudigen Interaktionen erwachsenden und in wirklich spannende Arrangements eingebetteten stimmungsvollen Melodiebögen finden ohne Umwege Eingang in die Gehörgänge und gefallen auch nach mehreren Durchläufen, eben weil sie einem so unkonventionell und leichtfüßig verspielten Charakter aufweisen.

Auf „It`s Alright“ scheint musikalisch auf jeden Fall wirklich alles im richtigen Lot. Alles ist perfekt ausbalanciert, in Szene gesetzt und auf den Punkt gebracht. Es macht richtig Spaß den Stücken von Tom Mueller und seinen Mannen zu lauschen. Und das nachhaltig. (mt)

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